Finanzen und Steuern

10.05.2009

Erster Frankfurter Geldkongress

Finanzkrise oder Systemfehler?

Organisator Peter Kürsteiner aus Bad Vilbel führte am Samstag den 09.05.2009 etwa 100 Teilnehmer durch die Veranstaltung an der Uni in Frankfurt. Der erste Frankfurter Geldkongress sollte nicht nur die Ursache der angeblichen Finanzkrise offen legen, sondern auch alternative Wege aufzeigen.
Regelmäßig, so etwa nach 40 bis 80 Jahren brechen die Finanzen von Staaten zusammen. Die Geschichte zeigt uns, daß das nicht so sein muß und auch nicht immer so war. Der mittelständische Unternehmer Uwe Amthauer aus Maintal gab im ersten Beitrag einen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung der Geldsysteme, wobei es Währungen gegeben hat, die Jahrhunderte stabil funktioniert haben. Die Historie belegt, daß zinslose Währungen stabil bleiben, während mit Zins und Zinseszins belastete Systeme wegen ihres Wachstumszwangs zusammenbrechen.

Im zweiten Beitrag wies Prof. Dr. Jürgen Kremer vom RheinAhrCampus Remagen den grundlegenden Konstruktionsfehler unseres Finanzsystems in einer mathematischen Modellrechnung nach. In beeindruckender Weise und ohne Schuldzuweisungen entlarvte der Dozent für Wirtschaftsmathematik die „unsichtbare Hand des Marktes“ und beleuchtete die „blinden Flecken in der Volkwirtschaftslehre“ nachzulesen in der Zeitschrift Humane Wirtschaft.

Den Nachmittag gestalteten die Damen und so stellte Prof. Dr. Margrit Kennedy aus Berlin eine ganze Reihe von alternativen Währungs-Modellen vor. Sie befasst sich seit über 25 Jahren mit dem heutigen Geldsystem und ist Autorin des Buches "Geld ohne Zinsen und Inflation" was bereits in 20 Sprachen übersetzt wurde.

Honorarberaterin Stefanie Kühn aus Grafing bei München referierte in dem letzten Beitrag über Selbstvorsorge, die jeder Mensch eigenverantwortlich vornehmen sollte und welche Kriterien dabei eine Rolle spielen. Sie verwies u.a. darauf, daß nur 1.500 von 270.000 Beratern unabhängig sind und wie die faire unabhängige Honorarberatung funktioniert.

Den Schluß bildete eine Podiumsdiskussion, in der die Teilnehmer Gelegenheit hatten, Fragen an die Redner zu stellen. Eine Besonderheit bei dem Kongress war die zukunftsweisende Ausrichtung. Es ging nicht darum, wie man schnell reich wird, sondern wie wir für uns selbst und unsere Gemeinschaft Konzepte und Anlageprodukte favorisieren, die nachhaltigen Wohlstand und Stabilität für die Mehrheit der Menschen gewährleisten. Dieser etwas andere Kongress war geeignet sowohl für „Geldverdiener“ als auch „Geldanleger“ wie Unternehmer, Angestellte, Eltern, neugierige Banker, lernwillige Finanzberater, ethische Politiker und Querdenker.

Heinz-Joachim Pethke war für die MainTaler Stiftung vor Ort um mit den Referenten in Kontakt zu kommen, damit auch in Maintal eine solche Veranstaltung stattfinden kann. Wer Interesse an der Teilnahme einer solchen Veranstaltung hat, meldet sich mit Angabe seiner Adressdaten am besten per email an pethke@maintaler.netÜber die lokale Presse erfahren Sie dann die Veranstaltungsdetails.