Natur und Umwelt

30.01.2013

Fracking

Fortschritt oder Geldgier

Schon im letzten Jahr hatte ich mich mal intensiver mit "Fracking" zur Schiefergasgewinnung beschäftigt; es gibt (gab bis 2008 – derzeit gestoppt) von EXXON Projekte in Niedersachsen und bis dahin war ich "nur" beunruhigt.

Aber das, was in dem ARTE-Film "Gas-Fieber" zusammengefaßt dokumentiert wird, haut einem die Beine weg. Jeder Querdenker, nein, generell JEDER sollte diesen Film sehen! Er wird auf ARTE am Samstag, den 02.02.2013, 10,25 Uhr nochmals gesendet.
 
Die hier ablaufenden Schweinereien haben Auschwitz-Dimension – wenn auch in Umfang und Wirkung auf Jahrzehnte verteilt. So kommt zum Beispiel das total mit Chemikalien verseuchte Wasser (6 – 10 Mill. Liter Trinkwasser pro Bohrung)  50  und mehr Jahre lang nach oben. Feinster Quarzsand, der nach dem Fracking die Löcher für das Ausströmen des Gases offen halten soll, wird ohne besonderen Schutz verfrachtet und eingesetzt, obwohl er Staublungen und Schlimmeres verursacht. Die Fracking-Chemikalien enthalten Xylol, aktives Uran u.a.
 
Das sind nur drei von vielen Themen, die bei diesem totalen Schwachsinn von denen, die nur Profit damit machen, völlig rücksichtslos ignoriert
werden. Da sind die kleinen Erdbeben, die Risse in Häusern der Bohrlochumgebung produzieren, noch das geringste Problem.

http://www.arte.tv/de/programm/244,broadcastingNum=1488745,day=4,week=5,year=2013.html
 
In der Nachbesprechung des Filmes quatscht bei ARTE gerade ein dämlicher deutscher MdL und verwendet typische Totschlag"argumente" wie Arbeitsplätze, Standortvorteile, billige Energie etc.  – auch die Produktion von Xyclon B* schaffte Arbeitsplätze …
 
Robert Hohler

* Schädlingsbekämpfungsmittel mit Blausäure