Natur und Umwelt

03.02.2013

Haushaltsdebatte in Maintal

Behörden-Digitalfunk

Nicht nur bei Großprojekten, wie z.B. Flughafen Berlin, Bahnhof Stuttgart 21, Elbphilharmonie Hamburg, Nürburgring, U-Bahn Köln, sondern auch bei kleineren Projekten, wie Digitalfunk BOS in Maintal, reden alle Politiker vom Sparen und sind dazu nicht in der Lage.

Beim Einsatz der Feuerwehr in Niedernhausen mit Unterstützung von Digitalgeräten stellte sich heraus, dass diese, wie anderorts versagten, berichtet das Hessen-Fernsehen am 29.01.2013. Was ist denn aus den 2008 bestellten Digitalfunkgeräten für 300.000 € für Maintal geworden und welche Folgekosten sind inzwischen in welcher Haushalt-Position angelaufen?

 

In der Broschüre des Umweltbundesamtes ‚Späte Lehren aus frühen Warnungen’ heißt es: „Risikovorsorge bedeutet, auch solche Schadensmöglichkeiten in Betracht zu ziehen, die sich nur deshalb nicht ausschließen lassen, weil nach dem derzeitigen Wissensstand bestimmte Ursachenzusammenhänge weder bejaht noch verneint werden können und daher noch keine Gefahr, sondern nur ein Gefahrenverdacht oder Besorgnisverdacht bestehen.“

 

Leider wird das ‚Vorsorgeprinzip’ immer mehr vom ‚Reduktionismus’ verdrängt: Aus Sicht des Reduktionismus wird ja eine gewünschte Wirkung durch eine mathematisch richtige Formel erzielt, indem man einem Faktor ein falsches, ihm nicht zustehendes Übergewicht einräumt.

Z. B. beim Mobilfunk: Intensität x Zeitdauer = Wirkung.

zu hohe Intensität x zu kurze Zeitdauer = falscher Grenzwert

niedrige Intensität x lange Zeitdauer = gesundheitliche Wirkungen

 

Ein jüdischer Witz lautet: „Wenn Du für die Erledigung einer Sache zwei Möglichkeiten hast, wähle die dritte!“ Oft gibt es neben einem schlechten Kompromiss noch eine gute Alternative.

 

 Otto Einsporn